Online-Vortragsreihe „Konsum und Geschlecht“ startet
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Online-Vortragsreihe „Konsum und Geschlecht“ startet


Neue wissenschaftliche Perspektiven auf geschlechtsspezifische Strukturen im Verbraucheralltag

Konsum ist nicht geschlechtsneutral. Gender-Marketing, geschlechtsspezifisches Produktdesign und unsichtbare Preisaufschläge zeigen, wie Geschlechterrollen den Konsumalltag prägen. Die neue Online-Vortragsreihe „Konsum und Geschlecht“ des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung der Verbraucherzentrale NRW nimmt diese Zusammenhänge aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven in den Blick.

Das Geschlecht spielt beim Einkaufen, bei Dienstleistungen und im Umgang mit Geld eine Rolle. Werbung arbeitet mit stereotypen Gender-Marketing-Strategien, Produkte orientieren sich teilweise an männlichen Körpernormen und für vergleichbare Dienstleistungen wie die Textilreinigung zahlen Frauen mitunter mehr. Auch bei Energiearmut und der Haushaltsführung zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede. Gleichzeitig kann zielgerichteter Konsum Möglichkeiten für Selbstbestimmung und Empowerment eröffnen. Diese unterschiedlichen Facetten stehen im Mittelpunkt der neuen Online-Vortragsreihe.

Den Auftakt macht am Montag, 12. Oktober 2026, Prof. Dr. Angela Häußler von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Sie blickt auf die Rolle von Verbraucher:innen aus einer geschlechterdifferenzierten Perspektive und beleuchtet dabei insbesondere Lebensführung und Alltagsvorsorge.

Die Online-Reihe wird vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit Dr. Matthias Schneider von der Freien Universität Berlin und der Soziologin Dr. Katharina Witterhold organisiert. Das Programm wird laufend ergänzt.

Weitere Themen rund um Konsum und Geschlecht

Die Vortragsreihe behandelt unter anderem folgende Fragen:

  1. Ungleiche Verbraucher:innen: Warum ist das Geschlecht ein „weißer Fleck“ im Verbraucherschutz?
  2. Digitalisierung: Welche unterschiedlichen Formen von Beteiligung in der digitalen Welt haben sich herausgebildet?
  3. Bilder: Wie werden Care-Arbeit und Konsum in der Literatur dargestellt?
  4. Kaufverhalten: Wie wirken sich Geschlechterstereotype auf den Kleidungskonsum aus?

I nfos und Zugang:

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