Besonders ältere und vorerkrankte Menschen haben ein erhöhtes Risiko
Wenn die Temperaturen sinken, beginnt wieder die Erkältungs- und Grippesaison und erfahrungsgemäß ist auch mit einem Anstieg der Coronavirus-Infektionen zu rechnen. Für Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Verlauf haben, bleibt ein aktueller Impfschutz besonders wichtig. Die STIKO empfiehlt spezifischen Risikogruppen daher eine jährliche Corona-Schutzimpfung – vorzugsweise im Spätsommer und Frühherbst, sie kann aber auch noch später im Laufe der Saison nachgeholt werden.
Warum Corona weiterhin relevant bleibt
Das Coronavirus zählt weiterhin zu den häufigen Ursachen von Atemwegserkrankungen. Auch schwere Krankheitsverläufe mit Komplikationen wie Lungenentzündungen treten weiterhin auf. Allein 2025 wurden in Deutschland rund 30.000 Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Corona registriert.
Wer ein erhöhtes Risiko hat
Für viele verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus mild. Ältere und vorerkrankte Menschen haben jedoch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dazu zählen zum Beispiel chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, chronische Lungenerkrankungen (etwa COPD), starkes Übergewicht (Adipositas) mit einem BMI größer oder gleich 30, Krebserkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems (zum Beispiel Demenz).
Long COVID: Wenn Beschwerden anhalten
Meistens klingt eine Coronavirus-Infektion nach einiger Zeit wieder ab. In manchen Fällen können Symptome jedoch über die akute Erkrankung hinaus bestehen bleiben oder neu auftreten. Dazu zählen etwa Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Atemnot. Halten sie länger als vier Wochen nach der Coronavirus-Infektion an, spricht man von Long COVID. Studien zeigten, dass Corona-Impfungen das Risiko für Long COVID reduzieren konnten. Unter corona-schutzimpfung.info gibt es weitere Infos dazu.
Corona und Herzgesundheit
Eine Coronavirus-Infektion kann das Herz-Kreislauf-System belasten. Besonders nach schweren Krankheitsverläufen kann das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bis zu drei Jahre nach einer Corona-Erkrankung erhöht sein – auch bei Menschen ohne vorherige Herzprobleme. Die Nationale Herz-Allianz unterstreicht die Bedeutung von Impfungen gegen Atemwegserkrankungen wie Corona, insbesondere für Menschen mit Herzerkrankungen.
Was man zum eigenen Schutz tun kann
Neben allgemeinen Hygienemaßnahmen ist insbesondere für Risikogruppen ein aktueller Corona-Impfschutz wichtig. Er kann
– vor schweren Krankheitsverläufen schützen,
– das Risiko für Long COVID senken,
– besonders gefährdete Menschen im direkten Umfeld schützen.
Gut zu wissen ist dabei, dass viele Apotheken inzwischen Impfberatung und Impfung anbieten.








