Im kommenden Jahr fehlen den Krankenkassen 19 Milliarden Euro. Die muss Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) also mindestens einsparen, damit die Kassenbeiträge nicht steigen. Mit dem sogenannten Beitragsstabilisierungsgesetz scheint wenigstens das gelungen. Was die Regierung Merz als erstes großes Reformpaket feiert, kostet vor allem die Versicherten viel Geld: Höhere Zuzahlungen zu Medikamenten, eine höhere Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener und das Aus für die kostenlose Ehepartner-Mitversicherung. „Die Versorgung wird dafür schlechter“, klagen Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenhäuser, es sei nicht mehr als eine „Notoperation“. „Gesundheit nach Kassenlage – sparen, bis kein Arzt kommt?“ ist am Donnerstag, 16. Juli 2026, 22.25 Uhr, das Thema bei „maybrit illner“ im ZDF.
In der noch zu beschließenden Strukturreform sollen ausgerechnet Hausärzte wieder die „Lotsen im System“ sein. Wie voll sind „übermorgen“ die Wartezimmer? Erst recht, wenn schon für den ersten Tag ein Krankenschein gebraucht wird? Gesundheit nach Kassenlage – sind die Zumutungen wenigstens gerecht verteilt? Warum ist das deutsche Gesundheitssystem teurer, aber nicht besser als in anderen Industrieländern? Warum sind zum Beispiel Medikamente hierzulande teurer?
Zu Gast bei Maybrit Illner sind Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die ehemalige Grünenchefin Ricarda Lang, die Hausärztin Sibylle Katzenstein, Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, der Europapolitiker Bernd Lange (SPD) und die Journalistin Melanie Amann.
Die Sendung „maybrit illner“ wird mit Untertiteln und im ZDF-Streaming-Portal mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) angeboten.







