Kleine Bisse – große Sorgen
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Kleine Bisse – große Sorgen


Darum benötigen Hunde heute einen Ganzjahresschutz vor Zecken

(djd). Bei warmen Temperaturen zieht es Mensch und Tier wieder verstärkt in die Natur. Doch mit der Zeit im Freien steigt auch das Risiko von Zeckenbissen – ein Problem, das viele Hundehalterinnen und Hundehalter unterschätzen. Bereits bei Temperaturen über fünf Grad Celsius erwachen die ersten Arten der kleinen Blutsauger aus ihrer Winterstarre und beginnen mit der Suche nach einem Wirt. Milde Winter begünstigen diese Entwicklung zusätzlich. Die klassische Zeckenzeit verschiebt sich dadurch immer weiter nach vorne und erstreckt sich gleichzeitig bis tief in den Herbst hinein.

Zeckensaison wird immer länger

Auch die Artenvielfalt der Parasiten hat sich verändert. Während früher primär der Gemeine Holzbock als Hauptakteur galt, breiten sich mittlerweile weitere Zeckenarten in Deutschland aus. Dazu zählt etwa die Wiesenzecke, die im Vergleich zum Holzbock als robuster, größer und sogar agiler gilt. Besonders gefährdet sind Hunde, die häufig in hohen Gräsern schnuppern oder sich abseits befestigter Wege im Wald bewegen. „Zecken sind heute fast über das ganze Jahr hinweg aktiv. Wer sich fachkundig beraten lässt und das Tier schützt, reduziert das Infektionsrisiko“, erklärt dazu Nadine Giese-Schulz von Das Futterhaus. Denn Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen. Viele Tierhalterinnen und Tierhalter assoziieren die Parasiten in erster Linie mit Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Für Hunde spielen jedoch ganz andere Erreger eine wichtige Rolle. Dazu gehört beispielsweise die Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt, die unter anderem durch die Wiesenzecke übertragen wird. Diese Erkrankung kann einen sehr schweren Verlauf nehmen und für das betroffene Tier lebensgefährlich werden.

Tipps zum geeigneten Schutz

Um das eigene Tier zu schützen, ist eine individuelle Herangehensweise entscheidend. Der erste Weg führt dabei am besten in eine Tierarztpraxis, um zu klären, welcher Schutz optimal zu Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil des Hundes passt. Viele Expertinnen und Experten raten mittlerweile zu einem lückenlosen Ganzjahresschutz. Der Fachhandel bietet hierfür verschiedene zugelassene Optionen an, darunter Spot-on-Präparate zum Auftragen im Nacken oder spezielle Zeckenhalsbänder. Weitere Informationen gibt es unter www.futterhaus.de sowie in den Fachgeschäften. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bleibt eine gründliche Kontrolle des Fells nach jedem Spaziergang die wichtigste Routine im Alltag. Eine hochwertige Zeckenzange gehört deshalb zur Grundausstattung jedes Hundehaushalts, um Parasiten schnell und möglichst vollständig zu entfernen.


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