Metastasen: Warum Immunstatus und Tumordynamik vor einer Immuntherapie interessant sein können
© IMMUMEDIC Limited/ Andreas Rach

Metastasen: Warum Immunstatus und Tumordynamik vor einer Immuntherapie interessant sein können


Bei metastasierten Krebserkrankungen können neben der Bildgebung auch Immunstatus und CTC-Verlauf zusätzliche Informationen liefern.

Wenn bei einer Krebserkrankung Metastasen festgestellt werden, konzentriert sich die Diagnostik verständlicherweise auf CT, MRT, PET, Histologie und weitere etablierte Untersuchungsverfahren.

Doch wer über eine immunologische Behandlungsstrategie nachdenkt, steht vor einer zusätzlichen Frage:

Wie ist das Immunsystem des Patienten aktuell aufgestellt – und welche zusätzlichen Informationen können Untersuchungen des Blutes liefern?

Genau an diesem Punkt setzt das Behandlungskonzept von IMMUMEDIC an. Eine mögliche dendritische Zelltherapie soll nicht isoliert betrachtet werden. Vor der weiteren Planung können deshalb zunächst der Immunstatus sowie zirkulierende Tumorzellen (CTCs) untersucht werden.

Immunstatus: Was kann das Immunsystem leisten?

Dendritische Zellen gehören zu den wichtigsten antigenpräsentierenden Zellen des menschlichen Immunsystems. Sie können Antigene aufnehmen und T-Lymphozyten präsentieren und damit adaptive Immunantworten initiieren. Diese grundlegende Funktion ist auch Gegenstand aktueller onkologischer Forschung.

Eine Analyse wichtiger Immunzellpopulationen kann deshalb ergänzende Informationen über die individuelle immunologische Ausgangssituation liefern.

Tumorzählung: Tumorzellen im Blut beobachten

Tumorzellen können sich vom Primärtumor oder von Metastasen lösen und in die Blutbahn gelangen.

Solche zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) können im Blut untersucht werden. Ein einzelner Messwert ist zunächst eine Momentaufnahme.

Interessant wird deshalb der Verlauf:

Ausgangsmessung → Behandlung → Kontrollmessung → weitere Verlaufsmessung

Veränderungen der gemessenen Werte können zusätzliche Informationen über die Tumordynamik liefern. Sie ersetzen jedoch weder CT, MRT oder PET noch die onkologische Gesamtbeurteilung.

Erst verstehen – dann behandeln

Der IMMUMEDIC-Ablauf verbindet daher mehrere Schritte:

Diagnostik → Immunstatus → Tumorzählung/Tumordynamik → individuelle Beurteilung → Blutentnahme → Herstellung dendritischer Zellen → Tumorantigene → Applikationen → Verlaufskontrolle

Bei dendritischen Zellimpfstoffen werden patienteneigene dendritische Zellen außerhalb des Körpers hergestellt beziehungsweise aus Vorläuferzellen differenziert und mit Tumorantigenen konfrontiert. Ziel ist es, tumorspezifische Immunreaktionen anzuregen. Dieses Prinzip wird auch in aktuellen wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten beschrieben.

Die Forschung entwickelt sich dabei weiter. Eine 2026 veröffentlichte Übersicht beschreibt mehr als 300 klinische Studien zu dendritischen Zellansätzen bei verschiedenen Krebserkrankungen, betont aber zugleich, dass weitere Forschung zur Optimierung dieser Therapiestrategien erforderlich ist.

Information vor Entscheidung

IMMUMEDIC möchte Patientinnen und Patienten nicht mit einem Heilversprechen erreichen.

Das Ziel ist vielmehr, Betroffenen und ihren behandelnden medizinischen Fachkräften Informationen zur Verfügung zu stellen, damit mögliche Behandlungsoptionen fundiert besprochen werden können.


Share