Wie sich hohe Eigenanteile frühzeitig abfedern lassen
(djd). Die Sorge treibt viele Menschen um: Laut einer Studie des AOK-Bundesverbands fürchten 86 Prozent eine finanzielle Überforderung im Pflegefall. Tatsächlich bringt Pflegebedürftigkeit nicht nur gesundheitliche Einschränkungen mit sich, sondern ist auch oft teuer – vor allem bei längerer Dauer. Eine Pflegezusatzversicherung kann helfen, die finanzielle Selbstbestimmung zu erhalten.
So teuer ist die Pflege
Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung deckt nur einen Teil der Kosten ab. In stationären Einrichtungen müssen Pflegebedürftige im Bundesdurchschnitt rund 3.500 Euro monatlich selbst zahlen. Je nach Bundesland und Einrichtung kann der Eigenanteil deutlich höher liegen. Pflegebedürftige erhalten zwar einen Zuschuss zu den pflegebedingten Kosten, der mit der Pflegedauer steigt. Doch auch damit bleibt ein Eigenanteil von etwa 2.000 Euro. Je nach Höhe der gesetzlichen Rente und der privaten Altersvorsorge wird es oft schwer, diese Kosten dauerhaft zu tragen.
Zusatzversicherung: Günstiger als viele denken
Eine Pflegezusatzversicherung kann einen großen Teil dieser Kosten abfedern. Das ist oft günstiger, als viele denken, wie eine aktuelle Studie der Ratingagentur Assekurata zeigt, abzurufen unter www.assekurata.de/studien. Ein früher Eintritt lohnt sich. Wer mit 25 Jahren einen Vertrag abschließt, deckt schon mit einem monatlichen Beitrag von 38 Euro die reinen Pflegekosten von derzeit rund 2.000 Euro pro Monat ab. Wer bei Start 35 Jahre alt ist, kann mit 56 Euro rechnen. Das entspricht dem Preis für einen mittleren bis guten Smartphone-Vertrag. Bei diesen Beispielen handelt es sich um Pflegetagegeldversicherungen: Hier erhält man im Pflegefall ein festes Tagegeld zur freien Verfügung. Eine Versicherung ist sinnvoll, wenn sie einen Schaden abdeckt, der finanziell überfordern würde. Das trifft auf den Pflegefall häufig zu. Die durchschnittliche Pflegedauer über 60-Jähriger liegt bei rund fünf Jahren. Bereits zwei Jahre im Heim können mehr als 70.000 Euro kosten.
Worauf Verbraucher achten sollten
Vor Abschluss einer Pflegezusatzversicherung gilt es, Tarife zu vergleichen und einiges zu beachten. Infos bietet hierzu auch der Verband der Privaten Krankenversicherung unter www.privat-patienten.de/assekurata.
– So ist es wichtig, darauf zu achten, dass Leistungen bereits ab Pflegegrad 2 greifen – sowohl ambulant als auch stationär.
– Sinnvoll ist eine Dynamisierung ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten, damit Leistungen mit steigenden Pflegekosten mithalten.
– Müssen Beiträge im Pflegefall weitergezahlt werden? Oder ist eine Befreiung vorgesehen, was die Beiträge vorab erhöht.
– Wer Vorerkrankungen hat, kann auf geförderte Tarife ausweichen.








