Ruhrverband warnt vor dem Schwimmen in der Ruhr und vor Brückensprüngen Wichtig: Nur ausgewiesene Badestellen nutzen
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Ruhrverband warnt vor dem Schwimmen in der Ruhr und vor Brückensprüngen Wichtig: Nur ausgewiesene Badestellen nutzen


Der tragische Tod eines 14-jährigen Jugendlichen am vergangenen Wochenende in der Ruhr macht auf
schmerzliche Weise deutlich, welche Risiken das Baden in Flüssen und anderen natürlichen
Gewässern mit sich bringen kann. Der Ruhrverband nimmt das Ereignis zum Anlass, erneut auf die oft
unterschätzten Gefahren hinzuweisen, die das Baden und Schwimmen außerhalb offizieller Badestellen
nach sich ziehen kann.
Gerade an warmen Tagen erscheint der Sprung ins kühle Wasser verlockend. Flüsse unterscheiden
sich jedoch grundlegend von kontrollierten Badebereichen oder Schwimmbädern. Das Baden in der
Ruhr ist außerhalb der ausgewiesenen Badestellen am Seaside Beach in Essen, in Bochum-
Dahlhausen und in Mülheim verboten. Unter der Wasseroberfläche wirken Kräfte und Gefahren, die für
Badende häufig nicht erkennbar sind. Strömungen können an Wehren, Brückenpfeilern oder Engstellen
entstehen und selbst geübte Schwimmer überraschend erfassen. Hinzu kommen natürliche
Stromschnellen, unterschiedliche Wassertiefen und plötzlich wechselnde Bedingungen im Gewässer.
Besonders problematisch ist dabei, dass die Gefahr oft nicht sichtbar ist. Bereiche, die auf den ersten
Blick ruhig und harmlos erscheinen, können unter Wasser Strömungen oder Vertiefungen aufweisen,
die zur Gefahr werden. Auch Kälteunterschiede im Wasser können den Kreislauf belasten und die
körperliche Leistungsfähigkeit plötzlich beeinträchtigen.
Neben den Gefahren des Schwimmens selbst beobachtet der Ruhrverband seit Jahren zudem einen
besorgniserregenden Trend: Immer wieder suchen insbesondere Jugendliche den Nervenkitzel durch
Sprünge von Brücken, Dämmen oder anderen Bauwerken in die Gewässer des Ruhrverbands. Solche
Vorfälle werden regelmäßig am Sorpesee und Möhnesee gemeldet. In Essen wurden dem Ruhrverband
in den vergangenen Jahren zudem wiederholt Sprünge von der Eisenbahnbrücke in Kupferdreh
gemeldet. Ein großes Risiko besteht zum Beispiel darin, dass die tatsächliche Tiefe des Wassers häufig
falsch eingeschätzt wird. So ist die Ruhr im Bereich der Eisenbahnbrücke Kupferdreh beispielsweise
nur rund 1,70 Meter tief. Bereits ein falsch eingeschätzter Sprung kann zu schwersten Verletzungen an
Kopf, Wirbelsäule oder inneren Organen führen.
Auch an Talsperren können sich Bedingungen innerhalb kurzer Zeit verändern. Durch schwankende
Wasserstände kann eine Stelle, die an einem Tag noch ausreichend tief erscheint, schon kurze Zeit
später deutlich flacher sein. Unter der Wasseroberfläche können sich außerdem Felsen, Äste oder
andere Hindernisse befinden, die nicht sichtbar sind.
Am Steinbruch in Delecke am Möhnesee, einem weiteren Hotspot, kommt ein weiteres Risiko hinzu.
Das Gebiet ist als Tauchrevier ausgewiesen. Dort muss jederzeit damit gerechnet werden, dass sich
Personen unter Wasser befinden oder unvermittelt auftauchen.
Der Ruhrverband appelliert deshalb eindringlich, Gesundheit und Leben nicht für einen kurzen
Adrenalinkick aufs Spiel zu setzen. Sicheren Wasserspaß bieten ausschließlich die ausgewiesenen
Badestellen an den Talsperren sowie am Baldeneysee. Informationen zu den zugelassenen
Badestellen finden Interessierte unter www.ruhrverband.de/sport-freizeit/baden.
Darüber hinaus weist der Ruhrverband darauf hin, dass das Springen von Brücken oder vergleichbaren
Bauwerken in die Gewässer des Ruhrverbands gegen die Freizeitordnung verstößt und als
Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann


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