Bochum: Neuer südlicher Zugang am Bahnhof Wattenscheid geht in Betrieb
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Bochum: Neuer südlicher Zugang am Bahnhof Wattenscheid geht in Betrieb


Die Verlängerung der Personenunterführung am Bahnhof Wattenscheid ist fertiggestellt: Ende September 2026 ist der neue südliche Zugang zum Bahnhof geöffnet. Damit ist ein wichtiger Schritt zur besseren Anbindung des zukünftigen „Neuen Bahnhofsquartiers Wattenscheid“ geschafft.

Mit dem „Neuen Bahnhofsquartier Wattenscheid“ möchte die Stadt Bochum ein attraktives Umfeld für Wohnen, Arbeiten und Freizeit schaffen und damit den Bereich rund um den Bahnhof weiter aufwerten. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine gute Verbindung zwischen dem Bahnhof und den südlich der Bahnstrecke gelegenen Entwicklungsflächen Wilhelm-Leithe-Weg Nord und Süd. Hierfür verlängerte die Stadt die bestehende Personenunterführung des Bahnhofs nach Süden. Über den neuen Ausgang und einen beleuchteten Geh- und Radweg entsteht eine direkte Verbindung in Richtung Ridderstraße. Damit ist der Bahnhof künftig auch von der Südseite erreichbar.

Die Bauarbeiten begannen Anfang 2025. Eine Herausforderung bestand darin, die Unterführung unter den bestehenden Bahngleisen hindurch zu verlängern und gleichzeitig die Einschränkungen für den Bahnverkehr so gering wie möglich zu halten. Ein wichtiger Meilenstein wurde im September 2025 erreicht: Das zuvor neben den Gleisen errichtete neue Tunnelstück wurde an seinen endgültigen Standort verschoben. Dabei legte das Bauwerk Innerhalb von rund vier Stunden etwa 13 Meter zurück. Anschließend konnten die Gleise wiederhergestellt werden. Nach dem erfolgreichen Einschub wurden die südlichen Bauwerksteile errichtet. Mit dem Abschluss der wesentlichen Rohbauarbeiten Ende 2025 begann Anfang 2026 der Innenausbau.

Auch gestalterisch nimmt die neue Verbindung Bezug auf Bochum-Wattenscheid: Der Künstler Denis Klatt gestaltete die Wände mit einem Graffiti, das verschiedene Wattenscheider Motive aufgreift.

Die Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro. Ein großer Teil der Kosten wird durch Fördermittel des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) als Investition in den öffentlichen Personennahverkehr finanziert.

Die Stadt Bochum entwickelt gemeinsam mit der Bochum Wirtschaftsentwicklung das Plangebiet „Wilhelm-Leithe-Weg Nord“. Dort entstehen gewerbliche Nutzungen und Wohnraum unter dem Leitbild eines verkehrsreduzierten Quartiers. Die geplante Nutzungsmischung in Verbindung mit attraktiven und vielseitig nutzbaren öffentlichen Räumen soll maßgeblich zur urbanen Identität des Bahnhofsquartiers beitragen. Der Tunneldurchstich stellt dabei eine wichtige Fußgängerverbindung zum Bahnhof dar. Derzeit werden im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans die erforderlichen Fachgutachten sowie die Planungen für Straßenbau, Entwässerung und Freianlagen erarbeitet. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan ist derzeit für Ende 2027 vorgesehen. Im Anschluss daran sollen die Maßnahmen zur verkehrlichen und technischen Erschließung beginnen. Parallel findet die Vermarktung der Wohn- und Gewerbegrundstücke statt.


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