- Von Früherkennung zu Frühesterkennung: Mit Streamcheck nehmen Männer ihr Ding ab sofort selbst in die Hand
- Neues zertifiziertes Medizinprodukt: Streamcheck schließt die Versorgungslücke bei urologischer Krebsfrüherkennung
- Für Ärztinnen und Ärzte: Entlastung in der Vorsorge, mehr Zeit für die Therapie
Leipzig / Vierkirchen, 20. November 2025. Männergesundheit steckt seit Jahrzehnten in alten, von Scham geprägten Routinen fest. Die Urologie hat sich weiterentwickelt – das Prinzip der Vorsorge nicht. Hier setzt das Health-Tech-Startup Streamcheck an: Mit einem zertifizierten Medizinprodukt für digitale urologische Selbsttests ermöglicht das Unternehmen einen niedrigschwelligen Prostata-Check zu Hause – sicher, schnell und ohne Gesichtsverlust.
Der Selbsttest schafft die Möglichkeit zu regelmäßigen Zwischenkontrollen, statt nur auf den nächsten jährlichen Untersuchungstermin angewiesen zu sein. So entsteht aus punktueller Früherkennung eine kontinuierliche, alltagsnahe Frühesterkennung.
„Mit Streamcheck können wir potenzielle Erkrankungen bereits im Entstehen erkennen und eine medizinische Behandlung frühzeitig einleiten. Das kann viel Leid verhindern“, sagt Prof. Dr. Stefan Siemer, kommissarischer Leiter der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes und Mitgründer von Streamcheck.
Prostatakrebs-Vorsorge versagt bei Männern
Prostatakrebs ist die mit Abstand häufigste Krebsdiagnose bei Männern in Deutschland und steht für etwa ein Viertel der jährlichen Neuerkrankungen[1]. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Erkrankungen der Prostata – etwa gutartige Vergrößerungen oder Entzündungen. Solche Veränderungen können die prostatischen Gänge verengen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder während der Ejakulation verursachen. Häufig treten zudem Erektionsstörungen, eine verringerte Ejakulatmenge und eine reduzierte Libido auf.
Das frühzeitige Erkennen von Veränderungen an der Prostata kann demnach nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch die sexuelle Lebensqualität entscheidend verbessern. Dennoch bleibt die Teilnahmequote an der urologischen Vorsorge seit 50 Jahren nahezu unverändert niedrig: Nur 22 Prozent der Männer ab 45 Jahren nutzen die angebotene Untersuchung[2].
Die Gründe für die geringe Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung sind bekannt: Scham, Angst vor Kontrollverlust und das Gefühl, im Praxisumfeld eine intime Grenze zu überschreiten. „Deutschlands Gesundheitssystem hat es nie geschafft, Männer wirklich zu erreichen“, sagt Sebastian Heidrich, Gründer und Geschäftsführer von Streamcheck. „Die Realität ist: Männer lassen sich ungern anfassen.“
Streamcheck: Health-Tool für mehr Selbstbestimmung – zwölfmal mehr Kontrollmomente
Streamcheck überträgt das Prinzip etablierter Health-Tracker wie Apple Watch oder Oura Ring auf die Männergesundheit. Das patentierte, CE-zertifizierte Medizinprodukt kombiniert ein smartes Device mit einer App, die Schritt für Schritt durch den Selbsttest führt. Gemessen werden urologisch relevante Parameter wie Harnflussrate, Urinvolumen und Biomarker (pH-Wert, Leukozyten, Nitrit, Glukose, Protein und Blut). Die App wertet die Daten automatisch aus und zeigt Auffälligkeiten direkt an.
Statt nur einmal jährlich zur Vorsorge zu gehen, ermöglicht Streamcheck monatliche Selbstchecks – also zwölfmal mehr Messpunkte. Die diagnostische Blindzeit zwischen Arztterminen verkürzt sich erheblich; Unregelmäßigkeiten lassen sich früher erkennen und zeitnah medizinisch abklären.
„Streamcheck funktioniert für die Prostata wie die Ölstandkontrolle beim Auto: Wer regelmäßig misst, erkennt Veränderungen früh – lange bevor eine Warnlampe angeht – und kann rechtzeitig gegensteuern“, erläutert Sebastian Heidrich.
Bleiben die Werte unauffällig, zeigt die App ein grünes Signal. Bei Auffälligkeiten empfiehlt sie eine ärztliche Abklärung, die auf einer klaren Datengrundlage basiert.
Vorteil für Ärzt:innen und das Gesundheitssystem
Die Uroflowmessung gilt als Standarduntersuchung in der Urologie. Tatsächlich wird sie im Praxisalltag jedoch nur selten eingesetzt, obwohl sie bis zu viermal pro Jahr kassenärztlich abgerechnet werden kann.
Prof. Dr. Stefan Siemer erklärt: „Uroflowmessungen sind für die Beurteilung der Blasenfunktion unverzichtbar. In der Praxis werden sie oft vernachlässigt, weil sie zeitaufwendig sind. Streamcheck schließt diese Lücke: Die Messungen sind medizinisch valide, der Reinigungsaufwand des Gerätes minimal, der gesamte Prozess in wenigen Minuten abgeschlossen. Ärztinnen und Ärzte erhalten ein verlässliches Werkzeug, um Veränderungen – etwa bei Blasen-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen – frühzeitig zu erkennen.“
Streamcheck erstellt qualifizierte Fachberichte mit allen relevanten Parametern – von Uroflowmetrie und IPSS-Score bis zu Biomarker-Analysen. Diese Daten lassen sich direkt in die ärztliche Diagnostik integrieren und ermöglichen frühere, gezieltere Therapieentscheidungen.
Für das Gesundheitssystem bedeutet dies Entlastung und höhere Erkennungsraten: „Wer regelmäßig zu Hause misst, kommt früher, entspannter und mit klaren Daten in die Praxis. Das verbessert die Arzt-Patienten-Zusammenarbeit und erleichtert die individuelle Therapieplanung“, so Siemer.
Von der Idee zum zertifizierten Medizinprodukt
Hinter Streamcheck stehen zweieinhalb Jahre intensiver Entwicklung, Tests und Validierung. Seit 1. Oktober 2025 ist das System offiziell als Medizinprodukt gemäß Europäischer Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745 zertifiziert. Damit erfüllt Streamcheck höchste Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit und darf in der gesamten EU vertrieben werden.
Streamcheck ist ab sofort in Deutschland über die Streamcheck-Website erhältlich; die Expansion in weitere EU-Märkte ist in Vorbereitung.








